Märchenabend am Jugend-Kloster

Wenn das Wetter draußen ungemütlich ist und es früh dunkel wird, was gibt es dann Schöneres, als sich um den wärmende Kamin zu versammeln und Märchen zu lauschen? Das dachten sich an diesem Freitagabend wieder über 100 begeisterte Zuhörer, die zum Märchenabend mit Fr. Monika Boguslawski kamen.

Pater Johannes Römelt leitete in den Abend ein. Danach spielte Ramona Schmirler ein erstes Stück auf der Harfe, die auch dieses Mal wieder den gesamten Abend umrahmte. Insgesamt drei Grimmsche und ein dänisches Märchen trug Monika Boguslawski an diesem Abend vor.

Dabei wies gleich die erste Geschichte „Das Eselein“ humorvoll daraufhin, im eigenen Leben Verantwortung zu übernehmen. Hier ging es um einen vornehmen Königssohn, der sich stets unter einer Eselshaut versteckte. Erst als der Vater seiner Braut diese Tarnung erkannte und die Haut verbrannte, wurde der junge Mann dazu gezwungen, ernsthaft erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Für viel Gelächter sorgte das dänische Märchen „Der faule Lars, der die Prinzessin bekam“. Bildreich wurde umschrieben, wie faul der Hauptdarsteller dieser Geschichte war. Trotzdem hatte er Glück und heiratete die Königstochter. Allen Neidern zum Trotz entwickelte sich der junge Mann aber weiter. Die Geschichte schloss mit der tröstlichen Zusage: „Die einander bekommen sollen, bekommen einander doch.“

Das Märchen „Das Wasser des Lebens“ veranschaulichte dann, wie sehr es in den verschiedenen Situationen des Lebens auf den richtigen Zeitpunkt ankommt. Dabei überstand der jüngste von drei Königssöhnen selbst die Arglist seiner beiden älteren Brüder. So zeigte er, dass sich kalte Berechnung und Hochmut nicht lohnt. Seine bescheidene und ehrliche Art ließen ihn ein verwunschenes Schloss überstehen, Hunger und Krieg in drei Königsreichen beilegen und die Gunst der Königstochter zu finden.

Höhepunkt und Abschluss des Abends bildete dann das bekannte Grimmsche Märchen der Bremer Stadtmusikanten. Esel, Hund, Katze und Hahn, die auszogen mit der Zusage: „Etwas Besseres als den Tod findest Du überall!“ Mit ihrer Zusammenarbeit schlugen sie dann sogar Räuber in die Flucht.

 
 
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