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Pater Paulys Aktion
Bunt besprühte Hütte beherbergt
Jugendliche in Barkenberg
am 24. Juni 2009 16:32
Uhr
WULFEN Einmal mehr
dürfen sich Jugendliche in Barkenberg freuen: Eine weitere
Hütte an der Dimker Allee, in Eigenregie gestaltet, dient
ihnen ab sofort als informeller Treff. Pater Paulys
Hüttenprojekt in Barkenberg zieht weite Kreise.
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Poppig-bunt
besprüht, dient diese Hütte an der Dimker Allee
Jugendlichen jetzt als informeller Treff.
Foto: privat
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"Was wird das
eigentlich?“, fragten sich seit Monaten Passanten am Rande
der Freifläche in der Dimker Allee.
Die Phantasien reichten vom Stromhäuschen bis zum Kiosk.
Verwunderlich war nur, dass so viele Jugendliche an der
Baustelle mitwirkten. Darunter waren meist auch Pater Pauly
und seine Mitarbeiter. In den letzten Wochen wurde das
Geheimnis nach und nach gelüftet.
Das Modul einer Fertiggarage mit vorgezogener zweiter Decke
wurde mit einer gepflasterten Freifläche umgeben sowie mit
einer Litfasssäule und einer Außensitzecke ergänzt. Die
Wände sind mit Graffiti gestaltet. Fertig ist eine edle
Jugendhütte. Möglich wurde sie durch eine Förderung direkt
aus der Staatskanzlei von Ministerpräsident Rüttgers.
Vermittelnd war dabei die Landesarbeitsgemeinschaft
Streetwork / Mobile Jugendarbeit NRW e.V. tätig, die unter
dem Motto „Betreten erlaubt“ seit Jahren die Problematik der
Verdrängung von Jugendlichen im öffentlichen Raum aufgreift.
Die Stadt Dorsten macht seit vielen Jahren gute Erfahrungen
mit dem Hüttenprojekt, der Einrichtung informeller
Treffpunkte in enger Kooperation mit dem Streetworkprojekt
in Wulfen Barkenberg.
Ein Standort
war gefährdet
Im Rahmen der
Wohnumfeldverbesserungen in der Dimker Allee und
Barkenberger Allee war eine der bestehenden Hüttenstandorte
gefährdet, weil sie optisch nicht mehr in das verschönerte
Umfeld zu passen schien. In einem Verhandlungsprozess von
Anwohnern, LEG, Stadt und Jugendlichen wurde ein neuer
Standort gefunden, etwa 60 m entfernt.
Dem Bedürfnis nach
Verschönerung des Wohnumfeldes wurde jetzt nicht durch die
Entfernung einer Jugendhütte, sondern durch eine
verschönerte Hütte begegnet.
Die neue Hütte kann
sich sehen lassen. Die leuchtenden Farben der benachbarten
frisch sanierten LEG Wohnungen wurde aufgegriffen und mit
jugendgemäßem Graffiti gestaltet.
Hütte eröffnet
Jugendliche in Barkenberg
haben neuen Treffpunkt Von Sina Rompza
am 28. Juni 2009 14:21 Uhr
WULFEN Etwa 40
Jugendliche trafen sich am Samstagnachmittag, um die neue
Jugendhütte an der Dimker Allee zusammen mit Pater Pauly und
Bürgermeister Lambert Lütkenhorst einzuweihen.Über Monate
hatten viele Jugendliche geholfen, die Idee zu
verwirklichen.
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Bürgermeister
Lütkenhorst sprühte den Zechenturm auf die
Hüttenwand.
Foto: Rompza
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Egal, ob bei der
Grundstücksplanung, beim Roden der Fläche, beim Ausschachten
oder bei Pflasterarbeiten - es waren durchgehend Jugendliche
mit in die Arbeit von Pater Pauly und Architekt Hannes
Schmidt-Domogalla eingebunden.
Eigene Wünsche
eingebracht
Nach einem ersten
Treffen fertigten die Jugendlichen Zeichnungen an und
konnten auch eigene Wünsche mit einbringen. "Die
Litfasssäule und die Außensitzecke waren ein großer Wunsch
der Jugendlichen, genau wie der Standpunkt der Hütte", so
der Architekt. Die Jugendlichen wollten einen zentralen
Treffpunkt haben, an dem sie auch mal Bier trinken und
rauchen können, ohne von Erwachsenen gestört zu werden.
Nachdem die LEG und die Stadt zugestimmt hatten, ist der
jetzige Standpunkt perfekt: am Wegesrand und mit Blick auf
den Handwerkshof und die anliegenden Wohnhäuser.
Tatsächlich können sich
die Jugendlichen mit ihrer neuen Hütte identifizieren. "Es
ist richtig gut geworden", meinen z.B. Aylin (10) und
Natascha (14). Die beiden Mädchen haben auch bei der
Gestaltung mitgeholfen. "Wir haben den Boden um die Hütte
herum mitgepflastert und geholfen, die Holzplatten für die
Sitzecken anzubringen." Auch mit dem Rottmannshof wurde
zusammengearbeitet, vor allem beim Anstrich für die Hütte.
Die ist farblich an die umliegenden Wohnhäuser angepasst.
Zechenturm auf
die Hüttenwand
Der Bürgermeister durfte am Samstag sogar
noch mithelfen. Als offizielle Einweihung sprühte er
Graffitti - und zwar den Zechenturm, der in der
aufgesprühten Stadt noch fehlte und an den eigentlichen Bau
Barkenbergs erinnern soll.
"Ich finde es toll, dass Pater Pauly und
die Jugendlichen dieses Projekt nach vielen Jahren endlich
verwirklicht haben", betonte er. "Die Jugendlichen haben
jetzt einen Treffpunkt, an dem sie unter sich sind und wo
sich keiner über Lautstärke oder Ähnliches beschwert. Ich
hoffe, dass das lange funktioniert und die Jugendlichen
Freude daran haben."
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