Auszug aus der Predigt von P. Winfried Pauly am 22.2.09 in der er Informationen über bevorstehende personelle Veränderungen im Jugendpastoralteam des Jugend-Klosters bekanntgab. 

… Ungewohnte Wege gehen, für Zukunft sorgen, das sind passende Stichworte für einige Informationen über Veränderungen am Jugend-Kloster, die ich ihnen an dieser Stelle geben möchte.

Da wo Leben ist, gibt es Veränderungen. Unsere Ordensprovinz wagt Neues und sie muss Altbewährtes beenden. Anfang des Monats wurden die Gottesdienstbesucher im Kloster Bous – im Saarland – darüber informiert, dass das Kloster Ende des Jahres geschlossen werden muss. Unsere Personalnot und unsere Fürsorgepflicht für Mitbrüder, die überlastet sind, zwingen uns zu solchen Maßnahmen.

Für Kirchhellen sieht die Zukunft anders aus. Die Ordensprovinz will, dass das Jugend-Kloster Zukunft hat. Doch eine Zukunft des Jugend-Klosters in Kirchhellen gibt es nur bei Offenheit für Veränderungen.

Als wir 2002 das Klemenskloster in „Jugend-Kloster“ umbenannten und damit die Schwerpunktsetzung im Namen deutlich machten, wurde die Jugendarbeit maßgeblich durch 4 Patres getragen. Pater Hajo Wenke und Pater Andreas Krahnen sind zwischenzeitlich versetzt worden. Neu hinzu kam Pater Benedikt Kisters, unser jüngster Mitbruder.

Die Vielfalt unserer Jugendarbeit wäre nicht möglich ohne die Anstellung von Laienmitarbeitern. Seit Jahren gehört Daniel Heinen hauptamtlich zum Team und seit einem halben Jahr Matthias Hirt. Beide arbeiten jeweils zur Hälfte im Jugendhaus mit. Mit der anderen Hälfte ihrer Arbeitszeit setzen wir sie als Jugend-Kloster in den Projekten von Philipp Neri ein.

In wenigen Monaten wird uns – wie bekannt - Pater Jürgen Ziemann verlassen. Und vor einiger Zeit kündigte P. Provinzial an, dass auch bei mir (P. Pauly) nicht an eine dauerhafte Präsenz in Kirchhellen gedacht ist. Geplant ist, dass ich im Sommer nächsten Jahres versetzt werde. Vorraussichtlich werde ich in einem internationalen Projekt in London eingesetzt, um ganz im Bereich der Sozialpastoral tätig sein zu können. Bis zum Sommer nächsten Jahres bleibt Zeit genug, um für gute Übergänge zu sorgen.

Um die Vitalität und Vielfalt unserer Jugendpastoral aufrechtzuerhalten, brauchen wir Kooperationspartner. Wir sind sehr dankbar für ein klares Signal des Bistums Münster. Als die personellen Veränderungen vor Monaten klar wurden, haben wir uns an die Bistumsleitung gewandt und angefragt, ob sie uns in Zukunft auch personell unterstützen könnten.

Die Bistumsleitung hat daraufhin beraten und ausgedrückt, dass sie das pastorale Angebot des Jugend-Klosters der Redemptoristen in Kirchhellen sehr schätzt. Sie sehen darin eine Bedeutung, die über die Pfarrgrenzen hinausreicht und eine wertvolle Ergänzung zur Pfarrseelsorge ist.

Um auch für die Zukunft die Aktivitäten des Jugend-Klosters abzusichern, haben sie entschieden, eine Pastoralreferentenstelle für die Fortführung der bisherigen Arbeit zur Verfügung zu stellen.

Im Herbst wird diese Stelle besetzt werden und sogar mit der Leitung der Jugendpastoral betraut werden. Bis zum Sommer nächsten Jahres kann ich dann noch aus zweiter Reihe unterstützend mithelfen. Diese neue Planstelle wird also nicht zu einer  Mehrung der Aktivitäten des Jugend-Klosters führen, sondern wie wir hoffen, den bisherigen Umfang absichern.

Ein weiterer uns wichtiger Kooperationspartner ist der Förderverein Philipp Neri. Wir hoffen auch weiterhin durch Zusammenarbeit Jugendliche in Kirchhellen in einer Weise unterstützen zu können, wie es keine der beiden selbständigen Institutionen für sich alleine tun könnte.

Was in Zukunft, - nach meinem Weggehen im Sommer nächsten Jahres -, leider nicht mehr von Kirchhellen aus zu leisten ist, ist die Streetworktätigkeit in Wulfen-Barkenberg. Unumstritten ist, dass diese Projekte dort aber weitergeführt werden sollen. Mit dem Kinder-, Jugendlichen- und Familienzentrum Wulfen ist bereits ein Träger gefunden, mit dem wir in verbindlichen Verhandlungen über eine Weiterführung stehen. Auch die Stadtverwaltung Dorsten hat beteuert, dass sie alles tun wird, um für die Weiterführung der Projekte zu sorgen.

Da wo Leben ist, gibt es Veränderungen. Da wo Glaube ist, gibt es Hoffnung.

Wir sind zuversichtlich, dass diese Veränderungen der Lebendigkeit des Jugend-Klosters keinen Abbruch tun. Im Gegenteil, Veränderungen schaffen immer auch Raum für Neues.

Lassen wir abschließend nochmals kurz die Lesungen nachklingen:

Die Träger des Gelähmten gingen ungewohnte Wege. Aber sie hatten Erfolg. Die Befreiung von der Lähmung geschieht nicht aufgrund von Leistung, sondern aufgrund von Glauben.

Möge Gott allen Menschen Erfolg schenken, die in Zeiten großer Veränderungen neue Zuwege zu Jesus wagen.

Und vergessen wir nicht die Zuversicht des Propheten Jesaja: „Da kommt schon Neues zum Vorschein, merkt ihr es nicht?

 
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