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Jakobspilger Adi Raible
Im Jugendhaus des Jugend-Klosters hatten sich
über 100 Zuhörer versammelt, um den Film des Gladbecker Jakobspilgers
Adi Raible zu sehen. Er berichtet darin über seine 2.628 km lange
Pilgerschaft – angefangen in seiner Heimatstadt Gladbeck bis nach
Santiago de Compostela. Da er sein Geschäft nicht über längere Zeit
alleine lassen konnte, unterteilte er den Weg in neun Etappen, die
jeweils ca. eine Woche lang dauerten und bis zu 420 km lang waren.
In eindrucksvollen
Bildern veranschaulichte der Film den Zuschauern die Anstrengungen und
Strapazen des Weges. Überwundene Hindernisse wie Bahngleise,
Schnellstraßen, schlechte Wegbeschreibungen oder auch die Pyrenäen
wurden jedoch immer wieder mit herzlichen Bekanntschaften belohnt.
Diese gaben Adi Raible über die Sprachgrenzen hinweg Unterkunft,
Wegbeschreibungen oder waren über Abschnitte des Weges Freunde und
Gefährten. Die Bekanntschaften stellte er in einem eigenen Film dar.
Ziel der Pilgerschaft
durch vier Länder Europas war Santiago de Compostela, das momentan
einen enormen Aufschwung erlebt. Dort erhielt er als Fußpilger die
begehrte Pilgerurkunde. Jedoch beendete er seine Reise nicht dort,
sondern wanderte weiter bis zum Kap Finestere –„dem Ende der Welt“– an
der Atlantikküste.
Die
gesamte Pilgerung, so Adi Raible selbst, sei eine Reise zu seinem
eigenem Ich gewesen. Er habe dem Wunsch nachkommen können, allein zu
sein und nachdenken zu können. Darüber hinaus konnte er sich dann über
das Erreichens der jeweiligen Ziele freuen.
Unter den rund 100
Zuhörern waren nicht nur Interessierte, sondern auch Pilger des
Jakobsweges und viele Helfer, die dem Gladbecker im Vorfeld durch
Übersetzungen und Beratungen unterstützt hatten. Eingerahmt wurde
dieser bemerkenswerte Film vom klassischen Gitarristen Thomas Schettki
von der Volkwanghochschule in Essen.
Benedikt Aperdannier /
BK |