Hüttenprojekt
Aus
der Streetworktätigkeit von Pater Winfried Pauly erwuchs die Idee,
vorrangig für junge Menschen offene Hütten an bereits bestehenden
informellen Treffpunkten zu errichten.
Viele Jugendliche verbringen große Teile ihrer Freizeit im Freien.
Meist in Cliquen organisierte Jugendliche finden jedoch kaum Orte, wo
sie erwünscht sind. Um die Kinder- und Jugendfreundlichkeit des
Stadtteils zu erhöhen, sollen quasi „überdachte Parkbänke“ mit einer
Fläche von ca.6 bzw. 12 qm Größe geschaffen werden, die konkret und im
übertragenen Sinn deutlich machen, dass Jugendliche nicht im Regen
stehen gelassen werden.
Das Hüttenprojekt will Begegnung und Selbstverantwortung fördern und
trägerübergreifend die Situation von jungen Menschen in Barkenberg
verbessern. (mehr)
Fünf Hütten an Jugendliche übergeben
Am
18.12.02 konnte Pater Winfried Pauly zusammen mit dem Dorstener
Bürgermeister Lütkenhorst fünf Hütten an Jugendliche übergeben.
Ausgehend vom Jugend-Kloster Kirchhellen wendet sich Pater Winfried
Pauly seit 2 ½ Jahren benachteiligten jungen Menschen im sozialen
Brennpunkt Wulfen-Barkenberg zu. Aus seiner Streetworktätigkeit
erwuchs die Idee, vorrangig für junge Menschen offene Hütten an
bereits bestehenden informellen Treffpunkten zu errichten. Pater Pauly
stellte das Projekt unter das Motto:
„damit Jugendliche nicht im Regen stehen...“
Viele Jugendliche verbringen große Teile ihrer Freizeit im Freien.
Meist in Cliquen organisiert finden sie jedoch kaum Orte, wo sie
erwünscht sind. Die Standorte der Hütten sind sozialverträglich
ausgewählt, d.h. der Wunsch der Jugendlichen nach Wohnortnähe und das
Ruhebedürfnis der Anwohner wurden sorgsam abgewogen.
Um die Kinder- und Jugendfreundlichkeit des Stadtteils zu erhöhen,
wurden quasi „überdachte Parkbänke“ mit einer Fläche von ca. 6 bzw. 12
qm Größe geschaffen, die konkret und im übertragenen Sinn deutlich
machen, dass Jugendliche nicht im Regen stehen gelassen werden.
Träger
des Projektes ist der Bürgertreff Dimker Allee e.V., der im
„Arbeitskreis Hütten“ Schulen, Jugendamt, Streetworkprojekt der
Redemptoristen und andere Förderer des Hüttenprojektes zusammenführt.
Koordinator und Begleiter des Projektes ist P. Pauly, der für jeden
Standort jeweils einen erwachsenen Paten sowie einen Kreis von
Jugendlichen sucht, die sich um Ordnung und Sauberkeit kümmern.
Die Bauteile der Hütten wurden von der Dorstener Arbeit im Rahmen
einer Qualifizierungsmaßnahme für arbeitslose Jugendliche gefertigt
und unter Beteiligung der späteren Nutzer errichtet.
Die Finanzierung der Materialkosten von 14.000 € erfolgte
ausschließlich über Sponsoren.
Das Hüttenprojekt will Begegnung und
Selbstverantwortung fördern und trägerübergreifend die Situation von
jungen Menschen in Barkenberg verbessern.
Die Jugendlichen bzw. Erwachsenen, die bereit sind, Mitverantwortung
für die neuen Begegnungsorte zu übernehmen, erhielten pro Hütte ein
Brett, das als Sitz dient, einen Besen, eine Zange zum Auflesen des
Mülls und eine Telefonkarte.
Bei der Übergabefeier bedankte sich P. Pauly bei allen Beteiligten,
den Sponsoren, den jugendlichen Handwerkern, den zahlreichen
Vertretern von Stadtverwaltung, Schulen, Kirchen und der
Wohnungsgenossenschaft.
Das Hüttenprojekt ist angesichts der Haushaltssperre der Stadt zu
einem Hoffnungssymbol geworden, dass doch noch etwas möglich ist und
die Jugendlichen freuen sich, dass sie nicht im Regen stehen gelassen
werden.
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Fazit nach dem ersten halben Jahr:
Die Hütten werden angenommen. So wie Bushaltestellen oft
zweckfremd als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt werden, so
dienen die Jugendhütten genau diesem Zweck: Ein Ort, wo man sitzen
kann, sich mit Freunden verabredet oder sich einfach bei Regen
unterstellt. Sogar bei Minusgraden im Winter wurden einige Hütten
regelmäßig aufgesucht.
Die Hütten sind nichts Spektakuläres. Sie sind ein kleiner und
doch sichtbarer Schritt, um die Situation der Jugendlichen in
Barkenberg zu verbessern. |
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