An Werkbank beginnt
Zukunft
Als Symbol für eine sonnigere Zukunft steht die
Barkenberger Betonblume: Joachim Werres stellte das
farbenfrohe Werkstück aus Kinderhand gestern bei der
offiziellen Eröffnung der Jugend-Werkstatt im Surick 66 vor.
Werres, Ideengeber und ehrenamtlicher Leiter dieses
bemerkenswerten Projektes, hat in Pater Winfried Pauly einen
zuverlässigen Partner gefunden. Der Streetworker leistet seit
Jahren gute Jugendarbeit im Stadtteil und war begeistert von
der Initiative Werres´: "Durch das Werkstattprojekt wissen
Kinder und Jugendliche: Ich kann was, Arbeit macht Spaß und
auf die Ergebnisse bin ich stolz", meinte der Pater bei der
Einweihung.
Joachim Werres, ehemals Chemieingenieur und jetzt im
Ruhestand, hat dafür eine Aufgabe gefunden, die ihm viel gibt.
"Hier geht es ganz diszipliniert zu, es gibt keinen Streit.
Die Kinder wissen, dass sonst die Werkstatt dicht gemacht
wird, auch wenn sie sich vorher noch wie die Kesselflicker
kloppen", lacht Werres.
Er weiß, dass die Besucher die Werkstatt als geschützten
Raum betrachten, in dem sie gut aufgehoben sind. An
gespendeten Werkbänken und mit gestifteten Werkzeugen
entdecken die Kinder und Jugendliche die Freude am Hämmern,
Zimmern, Erschaffen schöner Stücke. Ein Training, das sich
eines Tages auszahlen könnte für die Teilnehmer: "Viele
Unternehmen suchen händeringend Lehrlinge. Wer da schon
handwerkliche Fähigkeiten vorweisen kann, wird gerne
genommen", erläutert Werres.
Und so wird nun im ehemaligen Waschkeller der LEG fleißig
gewerkelt. Erste Arbeiten konnten Besucher gestern bewundern,
darunter eben auch die Barkenberger Betonblume, die für eine
bessere Zukunft steht. - eng
06. Juni 2007 | Quelle:
Dorstener Zeitung
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