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P. Benedikt Kisters
Mein Name ist Pater Benedikt
Kisters. Ich bin 34 Jahre alt und damit der jüngste Mitbruder hier im
Jugend-Kloster Kirchhellen (mit Ausnahme der Freiwilligen, die bei uns
mitleben).
Die ersten Kontakte zu den
Redemptoristen hatte ich verhältnismäßig früh: in meiner Heimatpfarrei
Liebfrauen Bochum-Linden fanden regelmäßig Gemeindemissionen statt. Bei
einer dieser Veranstaltungen kam dann ein engerer Kontakt mit P. Jürgen
Langer zustande, der damals noch in der Ausbildung war. Zunächst mit
Jugendlichen aus Hennef, später aus Bonn, veranstaltete er alljährlich im
Sommer Ferienfahrten. So fuhr ich mit zu unseren Gründungsstätten nach Scala
bei Neapel, wanderte auf dem Jakobsweg in Spanien oder nahm an meinem ersten
internationalen Jugendtreffen in Eggenburg in Österreich teil.
Neben diesen Fahrten kam ich ebenso
regelmäßig zu den Pfingsttreffen hier nach Kirchhellen. Ich glaub´, das
erste Mal dürfte ich 1988 oder ´89 mit dabei gewesen sein. So lernte ich die
Redemptoristen über die verschiedenen Bereiche der Jugendarbeit kennen.
In Bochum machte ich ´94 Abitur und
absolvierte anschließend meinen Zivildienst in der HTG (Heilpädagogischen
Tagesgruppe) des St.-Vinzenz-Kinderheims. Diese Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen hatte ich mir mit Blick auf mein Berufsziel als Lehrer
herausgesucht. So begann ich dann auch im Wintersemester 95/96 mein
Lehramtsstudium an der Ruhr-Uni Bochum mit Mathe und kath. Religion als
Fächern.
Der Gedanke, evtl. doch Redemptorist
zu werden, hatte sich aber bei mir irgendwo im Hinterkopf festgesetzt und
ließ mich auch nicht los. Nachdem ich mir die Frage „Was willst Du denn
jetzt eigentlich wirklich?“ einmal ausdrücklicher gestellt hatte und sie
dann zugunsten der Ordensgemeinschaft entschieden hatte, begann ich meine
Kandidatur im April ´98 in Würzburg. Mit ausschlaggebend für diese
Entscheidung dürften wohl vor allem die vielen Redemptoristen gewesen sein,
die ich inzwischen kennen gelernt hatte. Angesichts des Eindrucks, den ich
von ihnen hatte, sagte ich mir: „So kann ich mir das auch vorstellen.“
Mit dem Beginn meiner Kandidatur in
Würzburg wechselte ich dann auch an die Uni Würzburg und fing dort mein
Theologiestudium an. Nach dem Vordiplom war ich zunächst für ein halbes Jahr
in der Freiwilligenkommunität des Sarnelli Houses in Philadelphia in den
USA, bevor im Herbst 2000 das Noviziat in Forchheim begann. Nach einem sehr
intensiven Jahr legte ich dort am 30. September 2001 meine zeitliche Profess
auf drei Jahre ab. Anschließend ging es wieder nach Würzburg, wo ich mein
Studium beendete. 2004 folgte die ewige Profess in Würzburg und die
Diakonenweihe durch Weihbischof Renz auf dem Schönenberg bei Ellwangen.
Das anschließende 14monatige
Pastoraljahr führte mich nach Altenmünster in die Nähe von Augsburg.
Begleitet wurde ich dabei durch das Pastoraltheologische Institut der
Pallottiner in Friedberg. Ca. zur Hälfte des Jahres weihte mich dann Bischof
Reinhard Marx am 26. Juni 2005 in der Kirche unserer Ausbildungskommunität
St. Alfons in Würzburg zum Priester.
Nachdem ich in Altenmünster als
Diakon bzw. anschl. als Kaplan die Realitäten eines Wallfahrtsortes und
einer Pfarreiengemeinschaft kennen lernen durfte, führte mich das
anschließende siebte Jahr meiner Ausbildung in unsere Kommunität nach Trier,
wo ich in der Beicht-, Gesprächs- und Telefonseelsorge tätig war.
Mit dem 1. Januar 2007 wurde ich
dann hier in das Jugend-Kloster Kirchhellen versetzt. Mein Schwerpunkt liegt
seitdem klar im Bereich der Jugendarbeit. Darüber hinaus engagiere ich mich
insbesondere für unser internationales Freiwilligenprogramm RVM
(Redemptorist Volunteer Ministries), über das inzwischen einige junge
Erwachsene ihr FSJ in den USA, Irland, Peru, Argentinien oder Thailand
abgeleistet haben.
In Kirchhellen freue ich mich über
die Zusammenarbeit mit den vielen engagierten Mitarbeitern, denen die
Jugendarbeit in all ihren unterschiedlichen Facetten ein Herzensanliegen
ist.
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