Christina Steinweg
Mein Name ist Christina Steinweg, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Münster, wo ich im letzen Sommer mein Abitur gemacht habe. Seit dem 1. September absolviere ich zusammen mit zwei anderen jungen Erwachsenen im JUGEND-KLOSTER mein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr). Vinzenz Gödecke und ich sind im pastoralen Bereich tätig – Christina Enbergs arbeitet im sozialpastoralen Bereich.
Nach 13 Jahren Schule wollte ich unbedingt etwas Praktisches machen, bevor ich mich an der Uni wieder mit allzu viel Theorie beschäftige. Da mir die Arbeit in meiner Heimatgemeinde und in der Münsteraner Jugendkirche „effata!“ immer viel Spaß gemacht hat, habe ich in diesem Bereich eine FSJ-Stelle gesucht - und im JUGEND-KLOSTER gefunden. Hier habe ich es nun mit den unterschiedlichsten Menschen und Aufgaben zu tun. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Jugendarbeit: am JUGEND-KLOSTER werden verschiedene Kurse für unterschiedliche Altersklassen angeboten. So gibt es im Advent zwei Kursangebote, der Jahreswechsel kann hier gefeiert werden, es gibt einen Osterkurs, einen biblischen Kochkurs und Ora-et-labora-Wochen – um nur einige Beispiele zu nennen. Darüber hinaus können Schulklassen einige Tage im Jugendhaus verbringen, um sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und über die Fragen nachzudenken, die sonst eher zu kurz kommen. Bei diesen Kursen sind Vinzenz und ich in Planung und Durchführung dabei, bereiten Arbeitseinheiten vor, helfen in der Küche und bei allem, was sonst so anfällt. Darüber hinaus sitzen wir bei der Jugendseelsorgekonferenz unseres Dekanats mit am Tisch, wo gemeinsame Aktionen für die Jugendlichen der Gemeinden geplant werden. In Zeiten, in denen überall Gemeinden fusionieren, ist es interessa! nt, ´mal über die eigene Gemeinde hinauszuschauen und zu sehen, was um einen herum alles passiert! Ich mache hier in Kirchhellen wöchentlich Besuche im Seniorenheim, helfe in der Grundschule in der Mittagsbetreuung und bin bei der Kommunionvorbereitung mit dabei. So habe ich im Laufe einer Woche mit Menschen aus verschiedenen Altersklassen zu tun, es gibt Tage, an denen ich am Schreibtisch sitze und etwas vorbereite genauso wie Tage, an denen ich zwei oder drei Stunden mit Kindern spielen oder für die Menschen im Seniorenheim da sein kann. Eine abwechslungsreiche und spannende Arbeit! Das alles geschieht im Rahmen von „Kloster auf Zeit“. Wir FSJler wohnen mit im Kloster, sind zu den Gebetszeiten eingeladen, gestalten die Kommunitäts-Gottesdienste mit, sitzen gemeinsam mit den Patres abends im Kommunzimmer und sind bei vielen Aktionen rund ums Kloster –wie dem Klosterfest oder beim Tannenbaumschmücken– mit dabei. Das FSJ bedeutet für mich so auch den Auszug von zu Hause. Da ich aber hier in der Gemeinschaft mitleben darf, muss ich nicht sofort ganz alleine wohnen. Zwar ist mein Jahr im JUGEND-KLOSTER –zum Glück– noch nicht um, aber ich kann trotzdem schon sagen, dass ich eine Menge wichtiger Erfahrungen sammeln durfte. Nach den Jahren mit geregeltem Stundenplan musste ich mich hier schnell selbst organisieren, mir meine Zeiten für´s Arbeiten einteilen und dabei noch Aufgaben wie Zimmer putzen und bügeln unterbringen. Diese Umstellung macht Spaß – nicht nur, weil sie viel Freiheit mit sich bringt. Ich kann selbstständig arbeiten und durfte erfahren, dass mir auch einiges zugetraut wird. Ich durfte und darf verschiedene Sachen ausprobieren und dabei eine Menge über mich und die Jugendarbeit lernen!
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