Haus und Garten
Das Jugend-Kloster befindet sich auf dem ehemaligen Landgut der Familie Körner in Kirchhellen. Das Landgut wurde 1886 im heutigen Umfang errichtet und 1924 umgebaut. 1941 verließ die Familie Körner ihren Hof.
Nachdem vorübergehend das Bürgermeisteramt und anschließend deutsches und englisches Militär das Haus nutzten, wurde das Landgut an die Redemptoristen verkauft, denn diese suchten nach dem Krieg Unterkünfte für die Mitbrüder, die aus dem Krieg heimkehrten.
Der Bischof von Münster, Klemens-August, Graf von Galen, erteilte mit Schreiben vom 7.12.1945 die kirchenrechtliche Genehmigung zur Errichtung eines Klosters. Am 24.3.1946 erfolgte die Einweihung der Klosterkirche auf den Namen unseres Ordensheiligen Klemens-Maria Hofbauer. Das Klemenskloster diente in den ersten Jahren als Noviziat. Vom Klemenskloster aus wirkten die Patres vor allem durch Volksmissionen bzw. Gemeindemissionen.
In den siebziger Jahren setzten sich jüngere Mitbrüder sehr für die Jugend- und Berufungspastoral ein und entwickelten eine Initiative zur Errichtung eines Jugendhauses. Ein großer Trakt des ehemals landwirtschaftlichen Nebengebäudes wurde mit Unterstützung des Bistums, der Kirchhellener Bevölkerung und in Eigenleistung zu einem Selbstversorgerhaus für Jugendliche umgebaut. Ende 1978 konnte der erste Kurs für Jugendliche gehalten werden. Zahlreiche Jugendliche, die von den Patres auf der Gemeindemission eingeladen wurden, kamen ins Jugendhaus. Im Jahr 1995 begann das Projekt der Integrierten Kommunität. Junge Erwachsene können seither für ein Jahr im Klemenskloster mitleben und in der Pastoral mitarbeiten. Mit dem Konzept der Jugendpastoral und dem 2001 verabschiedeten Pastoralplan wurde Kirchhellen zu einem Schwerpunkt der Jugendpastoral der Kölner Ordensprovinz der Redemptoristen erklärt. Die Kommunität in Kirchhellen, insbesondere die vier Mitbrüder, die zum Jugendpastoralteam gehören, intensivieren jetzt unter dem Namen JUGEND-KLOSTER KIRCHHELLEN die Jugendpastoral. Dazu gehört auch eine verstärkte Suche nach Kooperationspartnern.
Um der Jugendpastoral eine längerfristige Perspektive zu ermöglichen und die dafür notwendigen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, wird derzeit ein Neubau des Jugendhauses realisiert. Eine Sanierung des bisherigen Jugendhauses im Nebengebäude war finanziell nicht mehr verantwortbar.
Die seit Bestehen des Klosters ungebrochene Unterstützung durch die Bevölkerung ermutigt uns als Redemptoristen trotz rückläufiger Mitgliederzahlen in Kirchhellen ein Hoffnungszeichen zu setzen. Die Kirchhellener haben liebevoll von „ihrem Kloster“ gesprochen. Wir wünschen uns, dass sie bald von „ihrem JUGEND-KLOSTER“ sprechen werden.
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